KmZeit von bisBeschreibung
 
 10:30Fahrt Mount Cook --> Lake Tekapo
  Glentanner
043 Twizel, Tanken 67 Ltr. für 38NS$
 12:35Tekapo (Village and Lake)
   - Mittagessen beim Japaner
   - Spaziergang am Lake
05914:35Ü: Lake Tekapo Motor Camp Lakeside Drive (Kiwi)
1022:35hTageskilometer und Fahrzeit

Fahrt Mount Cook --> Tekapo

So. 5.12.93.

Temperatur:08:3018,0° C
Wetter morgens: Stürmisch, sich verschlechternd
Wetter tags:  Stürmisch mit Böen, Regen, nachm. trocken

 
Brigitte     Hartmut

Hartmut:

Seit 6 Uhr morgens stürmt es sehr stark und orkanartige Böen schütteln unseren Camper. Früh ist der Himmel noch blau, der Mt. Cook aber in Wolken. Jetzt um 10:30 Uhr erreicht uns hier auf dem Campingplatz der Regen.

Dieser Glentanner Motor Park etwa 25 Kilometer vor Mt. Cook Village ist mit seiner Sicht auf das Mt. Cook Massiv wieder ein Spitzenplatz. Das Gelände selbst wird von Fichten und Dornenbüschen eingerahmt und durchzogen, sodaß die Standplätze großzügig ausfallen und die Sicht zu den Nachbarn versperrt ist.

Angesichts des sich verschlechternden Wetters entschließen wir uns sofort aufzubrechen und nach Tekapo zu fahren. Denn von hier aus ist nicht damit zu rechnen, daß heute Hubschrauberflüge möglich sind. Vielleicht geht es dann morgen von Tekapo aus.

Ankunft in Tekapo um 12:35 Uhr. Auch hier stürmt es, wie auch während der ganzen Fahrt hierher. Selbst der Lake Tekapo ist ziemlich aufgewühlt und trägt weiße Schaumkronen auf seinem bläulich grünem Wasser. Der Regen hat unterwegs nachgelassen bzw. jetzt ganz aufgehört. Die Landschaft ist ziemlich karg und öde, da auch hier, wie schon zuvor beschrieben, eine Trockenzone ist. An blühenden Pflanzen können wir nur Lupinen am Straßenrand ausmachen, sonst ist alles grau und braun. Hier halten sich sonst nur noch Gräser und Kiefern.

Nach dem Mittagessen in dem japanischen Restaurant des aus vielleicht 100 Häusern und zwei Hotels bestehenden Ferienortes Tekapo erreichen wir um 14:35 Uhr das am Ortsrand liegende Motor Camp. Wir unternehmen jetzt bei auflockernder Wolkendecke und einigen warmen Sonnenstrahlen einen Spaziergang in und durch den Ort, besichtigen die winzige Kirche des guten Schafhirten und kaufen einige Andenken und Mitbringsel. Der Blick aus diesem Kirchlein auf den Lake Tekapo ist für sich ein Erlebnis, wie grandios muß er dann sein, wenn der Mt. Cook noch im Hintergrund in voller Größe zu sehen ist.

Brigitte:

Beim Aufwachen heftige Sturmböen. Obwohl wir von hohen Hecken (Windschutzhecken) umgeben sind, schaukeln wir wie in einer Wiege. Statt des Mt. Cook sehen wir nur graue Wolken. Wenn wir ihn gestern nicht gesehen hätten, wüßten wir nicht, daß es ihn gibt. Der Wind läßt kaum zu, daß wir die Facilities erreichen. Zum erstenmal bereiten wir unser Kaffeewasser im Wagen zu und verzichten auf den Toast!

Danach beschließen wir logischerweise zu flüchten als jetzt der unvermeidliche Regen beginnt. Mit Rückenwind und langsamer Fahrt, natürlich wieder mutterseelen allein auf dem ganzen Weg, erreichen wir Twizel zum Tanken, was wieder bei sehr knappem Tankinhalt erfolgt. Für einen Bummel durch den Ort ist es uns zu stürmisch. So zuckeln wir bei jetzt heftigem Seitenwind zum Ort und See Tekapo, wo wir einen schön gelegenen Kiwi Camp aufsuchen. Von meinem Sitzplatz habe ich Aussicht auf den See und die Alpen.

Jetzt gegen Abend läßt der Sturm etwas nach, obwohl es immer noch heftig bläst. Trotzdem marschieren wir los, um den Ort und ein wenig die Umgebung zu erkunden.
Eine hübsche, winzige Kirche "Church of the good shepard" steht direkt am See und hat als Besonderheit ein großes und breites Klarglasfenster, so daß man von den Sitzbänken auf den See, den Mt. Cook und die anderen Gipfel der Alpen hinausschauen kann. Der Lake Tekapo ist heute türkisblau bis meergrün mit weißen Schaumkronen und die Wellen rollen an den Strand wie am Meer.

Die Reconfirmation für unseren Rückflug gestaltet sich schwierig. Wir bitten unseren Platzwart, dies zu erledigen. Aber er kann nur eine Telefonnummer in Auckland in Erfahrung bringen. Wir können das nicht glauben und gehen zum Informationsstand des Ortes, der aber am Sonntag, also heute nicht besetzt ist! Kurz entschlossen wenden wir uns an die Rezeption des hiesigen Hotels. Die Dame ist sehr freundlich, kann uns aber nach einigen Telefonaten auch nur raten, es morgen früh unter der obigen Nummer nocheinmal zu versuchen. Wir rufen nun selbst Singapore Airlines in Christchurch an. Der unfreundliche Anrufbeantworter erklärt, daß der Schalter nur von Montag bis Freitag besetzt sei und nennt uns den schon von Anfang an bekannten Telefonanschluß. Hoffentlich klappt das morgen früh, denn die Frist von 72 Stunden ist dann schon unterschritten.



Copyright © 1998 Hartmut Spahr. Alle Rechte für Texte und Fotos vorbehalten.