KmZeit von bisBeschreibung
 
 08:45Fahrt Dunedin --> Oamaru --> Mount Cook
 09:50Dunedin und Steilste Straße der Welt
08811:00-11:45Besichtigung der Moeraki Bolders (nördl. Dunedin)
18815:00-15:45Twizel
 16:00Peters Lookout am Lake Pukaki
  Mount Cook (3.764 Meter) u. Village
10117:45Ü: Mt. Cook Glentanner Park Motor Camp
   ca. 25 Km vor Mount Cook Village am Fuß Mt. Cook
3775:55hTageskilometer und Fahrzeit

Fahrt Dunedin --> Mount Cook

Sa. 4.12.93.

Temperatur:07:0012,0° C
Wetter morgens: Strahlender Sonenschein
Wetter tags:  Sonnig, recht windig, höchstens 18°C

 
Brigitte     Hartmut

Hartmut:

Gestern schon sind uns einige markante und farbenfrohe Stadthäuser ins Auge gefallen, die wir nun heute morgen in jetzt toller Sonne -so schnell wechselt das hier- mit dem Foto dokumentieren. Der Hauptbahnhof von Dunedin wird täglich von zwei !! Zügen frequentiert, einem nach Invercargill im Süden und einem nach Christchurch Richtung Norden. Zusätzlich verkehrt noch bei gutem Wetter der Ausflugszug "Taieri River Gorge Railway" (14:30 Uhr) durch ein wildes Flußtal lt. Prospekt, also ein lohnender Trip, zu dem uns jetzt die Zeit fehlt. Das ist dann aber auch alles für diesen prachtvollen Bahnhof.

Um 9:50 Uhr sind wir am Rande der Stadt an der steilsten Straße der Welt mit 38 Grad Steigung auf über 100 Meter Länge. 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr Moeraki Boulders.

Wir haben heute sehr klare Sicht und damit auch Fernsicht. Wir können von Oamaru aus, 208 Km vom Mount Aspering entfernt, das gesamte Massiv mit seinen zahlreichen Gipfeln klar überblicken. 15:00 Uhr bis 15:20 Uhr Kaffeepause vor Twizel.

Der Vegetation nach zu urteilen befinden wir uns hier und schon bereits eine geraume Zeit vorher in einer Trockenzone, die wohl dadurch zustande kommt, daß der Gebirgszug des Mt. Cook als Wasserscheide fungiert und nach dem Abregnen an der Westküste östlich davon kaum noch Feuchtigkeit in der Luft übrig ist. Von der hier jährlichen Regenmenge mit nur 25 cm, hierzu gehört auch der Großraum um Dunedin, haben wir wohl fast diese Regenmenge an den zwei vorangegangenen Tagen erhalten!

16:00 Uhr Peters Lookout Mt. Cook am Lake Pukaki. Um 17:45 Uhr Glenntanner Park Motor Camp.

Der Wetterbericht in Cook Village am Fuße des Berges meldet für die nächsten Tage Regen und Sturm, jetzt bei diesem Sonnenschein kaum vorstellbar, also warten wir es ab. Starker Wind herrscht jetzt schon, denn weder Flugzeuge noch Hubschrauber können heute nachmittag zu Rundflügen aufsteigen. Wir hoffen doch auf morgen, um unseren einzigen und ersten Flug mit dem Hubschrauber auf den Mt. Cook zu unternehmen.

Im nachmittäglichen, klaren Sonnenschein zeigt sich der Mt. Cook mit seinen weiteren Gipfeln wolkenlos in majestätischer Schönheit. Gegen den tiefblauen Himmel hebt sich das Massiv wie vor Kraft strotzend ab. Jetzt liegt nur der Mt. Cook in der Sonne, die den Gipfel in leichtes Rosa einfärbt. Wir genießen also auch noch einen farbigen Sonnenuntergang.

Ich kann mich gar nicht satt sehen, so beeindruckt mich dieser Berg. Er ist wohl auch einer der schönsten Gipfel dieser Erde. Welche Berge außer der Alpspitze bei Garmisch-Partenkirchen, dem Mont Blanc oder dem Matterhorn bei Zermatt haben mich ähnlich begeistert? Keine, nur noch der Mount Cook!

Brigitte:

Am Morgen Sonnenschein, aber kühl. Da wir gestern bei dem Regen in Dunedin nicht fotografieren konnten, fahren wir jetzt die vorgesehenen Punkte an und Hartmut hat seine Fotos im Kasten. Die mit 38 Grad steilste Straße der Welt müssen wir natürlich auch aufsuchen, sie liegt am Weg. Mit unserem schweren Gefährt hinaufzufahren getrauen wir uns nicht und ist ausdrücklich nicht erlaubt.

Weiter geht's zu den Moeraki Boulders, großen kugelrunden Steinen mit einer Zeichnung wie von Fußbällen (Sechseck), die hier am Strand herumliegen und deren Entstehung man nicht genau erklären kann. Das Touristenministerium hat diese Attraktion sicher nicht erfunden, denn an den Sandklippen kann man die "Geburt" neuer Steinbälle sehen. Auch hier scheint zur Freude der Fotografen die Sonne, aber es ist frisch und windig.

Nun wenden wir uns wieder in das Innere der Südinsel, in die Otago Hochebene, mit ihren trockenen Wiesen und weiten ebenen Flächen. Außer Schafen gibt es hier nicht viel Lebendes in dieser unwirtlichen, aber auch beeindruckenden Landschaft, die ganz klar von dicken Eismassen geformt wurde. Dies zeigen auch die Staustufen der vielen Seen mit ihren modernen Kraftwerken an. So gelangen wir schließlich nach Twizel, dem Abzweig zum Mount Cook. Die Struktur dieses Ortes will uns nicht in den Kopf und so finden wir erst nach einigem Herumfahren heraus!

Auf der ganzen Fahrt über die Hochebene liegen vor uns die Gebirgsketten der südlichen Alpen mit ihren hohen weißen Gipfeln. Je näher wir herankommen um so deutlicher hebt sich der Mount Cook von den benachbarten Gipfeln ab. Er ist ein mächtiger Brocken, so wie er direkt aus der Ebene auf 3764 Meter aufragt.

Da es erst gerade Nachmittag ist, besuchen wir noch den Ferien- und Wintersportort Mt. Cook Village am Fuße des Berges, bestehend nur aus Hotels, Herbergen, Ferienhäusern und einigen Geschäften. Im Winter herrscht hier sicher viel mehr Leben als jetzt. Zwei Flugplätze gibt es in der Nähe. Hartmut möchte einen Flug mit einem Hubschrauber zum Mt. Cook unternehmen. Heute aber steigen sie wegen des heftigen und böigen Windes nicht auf. Für morgen ist wieder Regen angesagt, doch nun nutzen wir noch das schöne Wetter.

Wir stehen jetzt ca. 25 Km vom Mount Cook entfernt im Glentanner Motor Camp und schauen von unserem Platz auf den majetätischen Gipfel, der in der Abendsonne liegt. Es ist schon ein erhebendes Bild.

Mein Auge ist immer noch rot und schmerzt etwas. Nur gut, daß ich eine rundum fast geschlossene Sonnenbrille habe.



Copyright © 1998 Hartmut Spahr. Alle Rechte für Texte und Fotos vorbehalten.