KmZeit von bisBeschreibung
 
 08:30Aufenthalt Otago Halbinsel und Dunedin
 09:30-11:00 Führung durch Albatross-Kolonie Otago Halbinsel
 11:30Besichtigung der Maori Siedlung Otakou
 12:15-13:30Larnach Castle
05614:30Ü: Dunedin Leith Valley Touring Park
103 Malvern St (Kiwi)
  Stadtbesichtigung Dunedin
   - Hauptbahnhof von 1901 und The Octagon
   - Besuch des Otago Museums
056 Tageskilometer und Fahrzeit

Aufenthalt Dunedin, Otago Halbinsel

Fr. 3.12.93.

Temperatur:07:00 
Wetter morgens: Strömender Regen
Wetter tags:  Regenreich, später am Nachmittag nachlassend

 
Brigitte     Hartmut

Hartmut:

Wir besichtigen die Kolonie der Königsalbatrosse hier an der Spitze der Otago-Halbinsel. Leider sehen wir wegen des starken Regens und des kräftigen Windes auch aus dem verglasten Besucherunterstand nicht viel, d.h. fünf brütende Vögel und ein Startmanöver.

Es ist 11:30 Uhr, als wir im Maori-Dorf Otakou ankommen und das Gelände um das Versammlungshaus in Augenschein nehmen. Uns fällt gleich auf, daß die Figuren und Verzierungen hier aus Beton gefertigt bzw. gegossen sind. Das ist zwar sehr haltbar, aber nicht so originell. Wir besuchen auch den Friedhof von berühmten Maori-Häuptlingen. Sein Zustand ist auch hier so, wie schon berichtet, traurig und verfallen. Dafür rätseln wir, was die vor dem Versammlungshaus über mehrere Quadratmeter aufgespannten Fäden mit Spielzeug und Gebrauchsgegenständen an den Ecken wohl bedeuten können. Aber wir finden keine Erklärung, außer vielleicht einem heidnischen Ursprung.

Als wir 12:15 Uhr Larnach Castle erreichen, liegt das Schloß in einer Wolke verborgen. Es ist nur schemenhaft wahrzunehmen, nach einiger Zeit, die wir für den mittäglichen Snack nutzen, gelingt aber doch ein Foto des Gebäudes, weil sich das Sauwetter kurzfristig ein wenig bessert. Auf eine Besichtigung des Inneren für 9,5 NS$ pro Person verzichten wir zugunsten anderer!

Um 13:30 Uhr verlassen wir Larnach Castle und fahren zurück nach Dunedin. Ankunft 14:30 Uhr Leith Valley Touring Park. Von hier aus gehen wir Richtung Stadtmitte. Unterwegs besichtigen wir dann das Otago Museum, auch um ein wenig dem Dauerregen zu entkommen.

Brigitte:

Heute morgen regnet es noch immer, ja der Regen nimmt sogar wieder an Stärke zu. Da hat uns wohl der Wetterbericht von gestern arg getäuscht!

Zur Führung in die Kolonie der Königs-Albatrosse am Taiaroa Head, der Spitze der Otago Peninsula, sind wir etwa 20 Minuten zu früh und so haben wir schön Zeit, die Ausstellung und den kurzen Videofilm über die Albatrosse, Pinguine und Robben anzusehen. Pünktlich 9:30 Uhr wird die Gruppe von etwa 10 Teilnehmern abgeholt und in einen weiteren Ausstellungsraum geführt. Hier erklärt man uns vom Leben und Verhalten der Königs-Albatrosse alles Wissenswerte und zeigt nochmals einen Videofilm. Im Anschluß laufen wir durch Regen und Sturm zur geschlossenen Beobachtungsstation. In einem Tunnelsystem, das zu einer Befestigungsanlage aus dem Jahre 1910 stammt, gelangen wir in einen ebenerdigen Unterstand und können auf einen Teil des Brutgebietes herabsehen. Ganze fünf brütende, auf ihrem einzigen Ei sitzende Vögel können wir ausmachen. Vier davon sitzen ganz ruhig, als wenn sie schlafen. Einer stochert unruhig an seinem Nest herum. In der Luft sehen wir einige Male einen der riesigen Vögel mit 3 Meter Spannweite in einiger Entfernung vorbeigleiten. Ein anderer Albatross, bei dem es sich um ein noch junges, ungebundenes Tier handelt, kommt über eine Kuppe der steilen Wiese herangewatschelt, stellt seine Schwingen auf und in den Wind und ist nach 3 bis 4 Schritten schon in der Luft und dreht elegant, scheinbar ohne jeden Kraftaufwand, seine Kreise zum Meer hinaus. Irgendwann müssen wir unseren Beobachtungsposten für die nächste Gruppe räumen und unsere Begleiterin führt uns durch die unterirdischen, ehemals militärischen Anlagen, mittels derer die Hafeneinfahrt nach Dunedin in drei großen Kriegen gesichert wurde. Das bewunderte Glanzstück war und ist die "Disappearing Gun", eine nach allen Richtungen drehbare Kanone, die unter grasbedeckten Klappen für den Feind nicht auszumachen ist.

Auf der Fahrt zurück halten wir im Maori-Dorf Otakou, um uns das Versammlungshaus und die Kirche, leider nur von außen, und den Friedhof, auf dem bedeutende Moari-Häuptlinge begraben liegen, anzuschauen.

Den restlichen Tag verbringen wir nochmals in Dunedin, der Hauptstadt der südlichen Region. Im Otago-Museum halten wir uns lange auf, bis um 5 p.m. geschlossen wird. Wir schlendern noch ein wenig durch die Einkaufsstraßen und Kaufhäuser und essen wieder im "Cobb u. Co." vorzüglich zu Abend. Danach gehen wir zu Fuß zu unserem Kiwi-Camp, stellen die Heizung an und sprechen nochmal die morgige Route durch. Ich denke, wir werden wieder Mal herrlich schlafen.

Das zweite deutsche Wort, das ich von einem Neuseeländer höre, ist "Wassereimer". Der junge Mann an der Rezeption hier gebrauchte es. Als Zeichen der Platzbelegung, wenn man nochmal wegfährt gilt es, den Eimer (bucket), der in jedem Fahrzeug ist, gefüllt an den Wasserhahn des Standplatzes zu hängen. Dann wissen alle Nachfolgenden, dieser Platz ist nicht mehr frei.



Copyright © 1998 Hartmut Spahr. Alle Rechte für Texte und Fotos vorbehalten.