KmZeit von bisBeschreibung
 
 09:10Fahrt Te Anau --> Gabriels Gully --> Dunedin
  Te Anau
14311:20Gore: Tanken 51 Ltr. für 23 NS$
09012:45-14:00Gabriel's Gully
08315:25Unterwegs Tanken 40 Ltr. für 22 NS$
01715:50-17:05Dunedin:
   - Hauptbahnhof von 1901
   - The Oktagon (Platz)
02117:45Portobello
  Besichtigung Pinguin und Robbenkolonie auf Otago
03320:40Ü: Otago Halbinsel: Portobello Village Tourist Park
3875:55hTageskilometer und Fahrzeit

Fahrt Te Anau --> Dunedin

Do. 2.12.93.

Temperatur:07:1516,0° C
Wetter morgens: Leichter Regen, stark bedeckt, Wolken tiefhängend
Wetter tags:  Tw. heftiger Niesel am Nachmittag

 
Brigitte     Hartmut

Hartmut:

Es ist 9:10 Uhr, jetzt geht's los nach Dunedin.

Um 12:45 Uhr Gabriels Gully, Pause bis 14 Uhr. Es regnet ununterbrochen, trotzdem gehen wir kurz in das Gebiet, das von Goldgräbern total vewüstet wurde und sich erst langsam erholt. An Gebüsch hat sich u.a. Ginster angesiedelt, einige vereinzelte Kiefern sind zu sehen. Es ist leider zu matschig, um den Rundweg von 1,5 Stunden durch das ganze Gelände anzugehen und die erklärenden Tafeln zu studieren.
Anm.: Aus unserer Richtung kommend ist die Straße unbefestigt, ab dem Gabriels Gully ist sie geteert und ausgebaut und auch nicht so lang. Der Kenner wird also für die An- und Abfahrt die bessere Straße nehmen.

Unterwegs Tanken 40,1 Liter. Gemäß der hier getankten Menge Diesel hätten wir auf ca. 200 Km 40 Liter benötigt. Dies kann schier bei dieser geraden Strecke bei normaler Geschwindigkeit nicht sein. Daher muß die Abrechnung der Tankstelle in Gore nicht in Ordnung sein, wie auch immer das der Tankwartin gelungen ist!

Wir sind jetzt in Dunedin, der gälische Namen für Edinburgh. Hier in der Stadtmitte liegt der Octagon, der Ausgangspunkt von 8 strahlig abgehenden Straßen. Dieser Platz ist baugleich mit dem in Edinburgh. Wir verbringen die Zeit von 15:50 Uhr bis 17:05 Uhr hier am Octagon.

Im AA-Büro hier am Octagon buchen wir für morgen den Besuch der Albatross-Kolonie auf der Otago Halbinsel.

Jetzt, da wir noch rechtzeitig die Spitze der Otago-Halbinsel erreichen können, wollen wir noch die Pinguin-Kolonie dort be- und den Campingplatz in Portobello aufsuchen.

17:45 Uhr Ankunft im Portobello Tourist Park. Um 18 Uhr fahren wir weiter zur Pinguin-Kolonie. Hier herrscht eisige Kälte bei teilweise kräftigem Nieselregen am Platz der Yellow-eyed Penguines und Robben. Brigitte bringt es auf sieben, ich auf fünf Pinguine in etwa 60 bis 80 Meter Entfernung. Soeben ist ein kleiner Trupp von 4 Pinguinen am Strand angekommen. Etwas später hat sich hier eine Robbe in Erwartung weiterer ankommender Pinguine niedergelassen, um sich ein Pinguin-Vesper zu genehmigen.

Auf der anderen Seite der Bucht befindet sich die Robbenkolonie mit etwa 25 bis 30 Tieren. Sie liegen hier direkt am Weg, der sich durch die Felsen und Klippen schlängelt. Dabei kommt man bis auf zwei Meter an die Robben heran, meist ohne daß sie Notiz von uns nehmen. Wie ein Foto von mir zeigt, fühlen sie sich manchmal aber doch gestört. Diese Störung wird aber nicht von mir, sondern einer unvorsichtigen Besucherin unmittelbar in meiner Nähe verursacht.

Der Weg zurück aus der Kolonie ist ein gewisser Nervenkitzel, da gerade an der steilsten Stelle des Weges der Schotter knietief total aufgeweicht ist. Nachdem der Wagen in diesem Matsch fast zum Stillstand gekommen ist, faßt er im buchstäblich letzten Moment in der seitlichen Grasnabe wieder "Fuß" und so haben wir diese kritische Stelle ohne weitere Probleme genommen.

Brigitte:

Fahrt Te Anau nach Dunedin die ganze Zeit im Regen, es ist kalt und windig.

Um die Mittagszeit sind wir in Gabriel's Gully. Hier hat in Otago die Goldsuche begonnen. Die Goldgräber haben in kurzer Zeit das ganze Tal um- und ausgegraben. Leider regnet es weiter und die Wege sind so matschig, daß wir nach einem flüchtigen Kurzrundgang weiterfahren.

Gegen 16 Uhr kommen wir in Dunedin an. Den Octagon-Platz und den Bahnhof finden wir Dank der guten AA-Stadtpläne sofort. Die Stadt wurde von Schotten gegründet und nach Edinburgh benannt, die auf Gälisch Dunedin heißt. Der Bahnhof ist ein schönes, altes Bauwerk, völlig im alten Stil erhalten, mit schönem Mosaikfußboden, bunten Glasfenstern, von Stuck umrahmten Fahrkartenschaltern, einem allgemeinen Warteraum und einem Ladies-Restroom (und Toilette mit poliertem Holzsitz) und mit ledergepolsterten Sitzbänken.

Diesen schönen großen Bahnhof passieren täglich zwei Personenzüge, einer in den Norden, einer in den Süden, vielleicht ein oder zwei Güterzüge und der Taieri George Railway, mit der täglich eine Ausflugsfahrt entlang des wilden Taieri River unternommen wird.

Im Informationscenter am Octagon lassen wir uns alles über die Albatross- und Pinguinkolonie erklären und buchen für morgen früh 9:30 Uhr eine Führung zu den Königs-Albatrossen. In einer Pharmacie, die eigentlich nur eine Drogerie ist mit einem kleinen Schalter im Hintergrund, wo man Rezepte einlösen kann, hole ich mir Augentropfen. Mein linkes Auge ist stark gerötet und schmerzt etwas. Entweder ist etwas hineingeflogen oder der Fahrtwind auf den Schiff gestern hat die Rötung hervorgerufen. Die Dame im Informationszentrum bitte ich um die Adresse eines Augenarztes. Ich erhalte die Auskunft, daß man hier nicht einfach zum Spezialisten gehen kann. Ich müsse zuerst eine Allgemeinpraxis aufsuchen. Vielleicht bekomme ich dann eine Überweisung.

Danach fahren wir hinaus auf die Otago-Halbinsel zunächst bis Portobello zum Motor-Camp. Hier lassen wir uns noch genau erklären, wie wir zu den Pinguinen kommen. Auf halbem Wege müssen wir dazu einen Schlüssel für das Eingangstor abholen. Für 5 NS$ pro Person dürfen wir dann durch drei Gatter auf einem steilen, völlig aufgeweichten und matschigen Weg den Hügel hinauf und dann zur Steilküste hinunterfahren, wo wir von oben auf den Strand sehen können, an dem die seltenen Gelbaugen-Pinguine brüten sollen und wohin sie abends um diese Zeit vom Beutezug aus dem Meer zurückkehren. Wir sehen aber nur wenige Tiere (5 bis 6) und einen Trupp von vier Pinguinen, die an Land kommen. Erfreulicher ist es in der nahen Robbenkolonie. Hier kommen wir sehr nahe heran und können auf einem Pfad direkt an einigen Tieren vorbeigehen.

Der Rückweg ist beschwerlich und wir sind froh, ohne stecken zu bleiben die Höhe wieder zu erreichen. Es ist hier sehr kalt und windig, schätzungsweise zwischen 5° und 8°C, doch der Regen läßt etwas nach. Wir sind nach diesem Ausflug völlig durchfroren und seit wir im Motor-Camp angekommen sind, läuft die Heizung auf vollen Touren. Lt. Wetterbericht soll es morgen etwas freundlicher werden mit Temperaturen um 15°C. Auf jeden Fall sollten wir uns morgen wieder warm anziehen.



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