KmZeit von bisBeschreibung
 
  Wellington, Picton, Nelson --> Abel Tasman N.P.
 06:20Porirua
02207:00Wellington Picton Ferry
 08:00-11:00Überfahrt Wellington nach Picton (3 Stunden)
  Fahrt Picton --> Nelson --> Maharau
 11:00-11:45Picton, Rundgang
035 Fahrt auf dem Quenn Charlotte Drive
03613:15Picknick
04014:30-15:40Nelson: Viktorianische Fassaden der Hafenstadt
  Marahau (Abel Tasman N.P.)
07317:20Ü: Maharau Camping Ground
2064:30hTageskilometer und Fahrzeit

Überfahrt Picton, Fahrt Nelson --> Abel Tasman

Mi. 24.11.93.
 
Temperatur:05:10
Wetter morgens: Stark bedeckt und regnerisch
Wetter tags:  Stark bedeckt, einz. Schauer, später sonnig

 
Brigitte     Hartmut

Hartmut:

In der Aotea Lodge bekommen wir zum Waschen ein Zimmer zugewiesen, da sich die Facilities im Umbau befinden. Das ist recht angenehm, wenn wir es aus Zeitgründen auch nicht auskosten können.

Um 7 Uhr müssen wir zum Einchecken bei der Fähre sein, wie sich aber dort zeigt, werden auch die um 7:30 Uhr Ankommenden mitgenommen.

11:00 Uhr Ankunft der Fähre in Picton. Nach einem kleinen Rundgang starten wir um 11:45 Uhr und nehmen den Queen Charlotte Drive in Richtung Nelson. Diese Straße ist wie gewohnt gut ausgebaut aber eng, wir fahren praktisch an einer kleinen Fiordlandschaft entlang, wobei eine Serpentine der anderen folgt, dafür gibt es herrliche Ausblicke in die Landschaft und auf die bewaldeten Hänge. Wenn nur das Wetter besser wäre und es Sonnenschein gäbe, wir könnten einmalige Aufnahmen machen! Das Wasser unter uns ist dunkelgrün bis tiefblau. Der Baumbewuchs scheint aus der Ferne betrachtet ähnlich der Nordinsel zu sein. Ginster in voller Blüte, Farnbäume.
Bedingt durch die Enge der Kurven kann ich kaum schneller als 30 Kmh fahren.

Es geht jetzt normal weiter auf dem SH 6 nach Nelson. Um 13:15 Mittagspause Picknickplatz an der Straße. Es scheint jetzt die Sonne, der Platz ist umstanden von Kiefern und blühenden Ginsterbüschen.

Eintreffen in Nelson um 14:30 Uhr. Spaziergang auf der Trafalgar St. bis 15:40 Uhr nach Besichtigung der Christchurch Cathedral mit einer eindrucksvollen Orgel und bildschönen Fenstern, eine neuere Kirche aus diesem Jahrhundert mit ganz alten Fenstern.

Weiter nach Mutueka und Marahau, dem Tagesziel. Das Wetter bessert sich nachmittags leicht und die Sonne zeigt sich auch hin und wieder. Wir erreichen um 17:20 Uhr Campingplatz Marahau.

Brigitte:

Wie befürchtet knipst abwechselnd einer von uns ab Mitternacht das Licht an, um zu sehen, wie spät es ist. Um 5 Uhr muß Hartmut mich dann aus tiefstem Schlaf aufwecken. Es ist sehr angenehm, wieder mal ein schönes gepflegtes Badezimmer zu haben. Wir haben genügend Zeit zum Frühstück und sind 6:30 Uhr am Fährhafen. Dort stehen wir eine Stunde in Reihe 5 und warten. Es wird uns jedoch nicht langweilig, die ankommenden Fahrzeuge und den geschäftig hin- und hereilenden, braungebrannten Einweiser (natürlich im Kiwi-Look: kurze Hose und dicker Pullover) zu beobachten. Er läßt mal hier einige Personenwagen durch, dann zwei Lastwagen, wieder kleinere Fahrzeuge, dann Wohnmobile usw., um die Fähre gleichmäßig zu beladen. Als erstes Fahrzeug darf ein Lastzug mit Rindern aufs Schiff, damit er als erster auch wieder von Bord kann. Dieser Lastzug steht im Heck teilweise im Freien und so duften alle Freidecks trotz starken Fahrwindes nach Kuhstall.

Die Fähre legt pünktlich um 8 Uhr ab. Das Wetter ist trüb und es regnet leicht während der ganzen Fahrt. Die Fahrt aus der Bucht ist trotzdem beeindruckend. Vom Wasser her macht Wellington mit seiner Skyline einen noch imposanteren Eindruck. Vom Schiff aus telefonieren wir über die Funkverbindung zum Land mit der Oma und den Kindern.

Etwa eine halbe Stunde dauert die Überquerung der Cook Street auf offenem Meer ohne Landsicht. Dann sehen wir schon wieder Land zu unserer Rechten und fahren in den Marlborough Sound ein. Die Fahrt durch diese Fjordlandschaft muß bei schönem Wetter ein noch unvergeßlicheres Erlebnis sein. Aber auch so bin ich entzückt von den tief zerklüfteten, bewaldeten Hügeln und dem meergrünen, ganz leicht gekräuseltem Wasser. Im Queen Charlotte Sound hört der Nieselregen auf und wir fahren sogar mit ein wenig Sonnenschein in den Hafen von Picton ein. Picton ist eine kleine, verschlafene Ansiedlung, die, wie man sagt, nur für kurze Zeit, wenn eine Fähre anlegt, zum Leben erwacht. Wir laufen ein wenig herum, schauen uns das im Hafen liegende Wrack der "Edwin Fox" an, das man aus dem Sound gehoben hat. Es soll sich dabei um eines der ersten kaufmännischen Segelschiffe handeln, das hier landete. Von außen besehen ist vom Schiff nicht mehr viel übrig geblieben.

Für die Strecke nach Nelson nehmen wir den Queen Charlotte Drive, von dem aus sich immer wieder herrliche Ausblicke auf den Queen Charlotte Sound auftun. Dann stoßen wir auf den SH 6, der nach Nelson führt. Kurz nach Mittag parken wir in Nelson direkt in der Trafalgar Street, der schnurgeraden Hauptgeschäftsstraße. Nelson gilt als die sonnenreichste Stadt der Südinsel und so ist es jetzt auch sonnig. Wir schlendern die Einkaufsstraße hinauf zur ziemlich neuen Christchurch. In Elco's Cafe sitzen wir ein wenig in der Sonne, in der Bank of New Zealand tauschen wir Travellerschecks ein und im Post-Shop erstehen wir eine neue Telefonkarte.

Am frühen Nachmittag geht die Reise weiter an der Tasman Bay entlang über Richmond, Mutueka, Kaiteriteri nach Marahau, die letzten Kilometer ab Kaiteriteri über eine halsbrecherische, unbefestigte Straße. Marahau liegt in einer bezaubernden Bucht mit nur wenigen Häusern und dem Motor-Camp. Wir werden zwei Nächte hierbleiben, denn für morgen buchen wir eine Bootstour zur Bark Bay im Abel Tasman NP. Dort beginnt der Walk sechseinhalb Stunden zurück nach Marahau. Am Abend regnet es wieder einmal tüchtig. Für morgen wünschen wir uns trockenes Wetter.

Hier auf dem Motor-Camp treffen wir die beiden Österreicher wieder, die mit PKW und Zelt unterwegs sind und die wir von Taupo kennen. Sie und ein junges Paar aus Kalifornien werden morgen ebenfalls diese Tour unternehmen.



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