Aufenthalt in NapierSa. 20.11.93.
Hartmut:Vergangene Nacht, also schon heute, haben wir beschlossen, nicht den beschwerlichen Weg in den Alkoven zu nehmen, sondern kurz unsere Sitzecke zum doch recht großzügigen Bett gegenüber vorher umzubauen. Das hat uns so gut gefallen, daß der Alkoven ab sofort nur noch als Ablage Verwendung findet. Da wir ja wegen des vermeintlich späteren Fährtermines Zeit haben, besuchen wir das hiesige Kiwi-House, wo man einen Kiwi sogar füttern und anfassen darf (fettiges Gefieder), und das Seewasseraquarium mit Haien, ausgewachsenen Rochen, Schellfischen usw. Diese werden dann zum angegebenem Zeitpunkt von einem Taucher gefüttert, was wir alles direkt durch die Glasscheiben mitbekommen.
Danach verbringen wir den Nachmittag in der Innenstadt, vornehmlich
im Art Deco Bereich,
Wir wollen dann noch ein Stück weit fahren und finden in Richtung Hastings ein interessantes, aber auch nicht besonders vornehmes Kiwi-Camp, direkt hinter den Dünen am Meer, den Tarandale Holiday Park. Wir sprechen über das Leben der Neuseeländer und dabei kommt uns der Gedanke, daß es durchaus lohnenswert sein könnte, über die individuelle Hausbauweise bzw. die z.T. künstlerischen bis witzigen Briefkästen der Neuseeländer einen Bericht, eine Fotoserie bzw. ein Buch zu machen. Vielleicht läßt sich diese Idee wirklich einmal umsetzen!. Brigitte:Ein Tag in Napier. Bei starkem Wind und bedecktem Himmel fahren wir zum Bluff Hill hinauf, über sehr steile und enge Straßen zum Lookout. Von hier oben können wir die ganze Stadt überblicken, sehen den Hafen, den Weststrand und in der Ferne Cape Kidnappers. Im Kiwi-House erfahren wir alles über das Leben der Kiwis. Der Kiwi ist:
Ursprünglich war der Kiwi viel größer. Das Männchen brütet das Ei aus. Das Küken besitzt bereits sein endgültiges Federkleid und verläßt nach 4 bis 5 Tagen das Nest. Von nun an ist es völlig auf sich gestellt. Da es ein Nachttier ist, ist es sehr unwahrscheinlich, einen Kiwi in freier Natur zu entdecken. In diesem Nachthaus gibt es neben 2 Kiwis einen Sugar Glider, Geckos, Whistle Frogs, einen Nachtreiher, Schleiereulen und einen Kauz zu sehen. Den Kiwi, den uns eine junge Tierpflegerin vorstellt, dürfen wir sogar anfassen und mit Würmern füttern. Das Fell des Kiwis ist außen hart und innen flaumweich. Die oberen Federn fettet der Kiwi ein, damit das Wasser abperlt. Die beiden Kiwis sind sehr munter und lebhaft und eilen mit Riesenschritten durch ihr Gehege. Im Aquarium: Um 15:15 Uhr erfolgt lt. Prospekt die Fütterung der Großtiere. Tatsächlich steigt ein Taucher ins große Rundbecken und füttert mit der Hand die großen Fische. Für die Kleinen fällt dabei genug ab. Am eindruckvollsten sind der große Stachelrochen (sting ray) und ein Hai (shark). Außerdem sind in verschiedenen Etagen und Abteilungen zu sehen: Krokodile, Schildkröten, Süßwasserfische, Hummer und Krebse und auch die urweltliche Brückenechse, die es angeblich nur noch in Neuseeland gibt. Alles in allem ist das Aquarium gut bestückt und der Besuch lohnt sich. Zum Abschluß des interessanten Tages gehen wir indonesisch essen. Ich nehme Bami Goreng "as the chef likes it" und Hartmut ein sehr scharfes Hühnergericht mit Reis ("extremly hot ...., you have been warned"). Übernachtung im Kiwi-Camp südlich von Napier. Jetzt schreibe ich noch meine restlichen Ansichtskarten. |
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