Fahrt Taupo --> NapierFr. 19.11.93.
Hartmut:Im AA-Büro buchen wir die Fähre Wellington-Picton. Wider Erwarten gibt es zu unserem Wunschtermin, dem 22. November, schon keinen Platz mehr. Erst zum 25. November erhalten wir ein Ticket. Wir bekommen aber den Ratschlag, täglich erneut nach einem früheren Termin zu fragen. Nach der Vorplanung war der 24. November zur Passage vorgesehen. Wir haben aber durch Streichung der Fahrt entlang der Nordküste von Whakatane zum East Cape und herum zur Ostküste nach Gisborne zur Hawke Bay zwei ganze Tag zur Verlängerung der Zeit auf der Südinsel gewonnen. Na, warten wir's ab. Lookout auf Wasserfälle lt. Karte die Kokomoka Falls. Um 11:50 Ankunft in Napier. Um 12:15 Eintreffen im Te Awanga Cullivans Motor & Caravan Club, ein Kiwi-Camp, das uns aber zu einsam und zu weit von Napier entfernt liegt, sodaß wir nicht hier einchecken, sondern nach einer Möglichkeit zum Besuch der Tölpelkolonie am Cap Kidnappers suchen. Wir stehen jetzt am Startpunkt zur Gannet Beach Adventure Tour. Die Hinweistafel gibt als Beginn heute 14:30 Uhr an (Zeitpunkt der Ebbe). Ein vorbeifahrender Farmer bestätigt uns dies, wohl weil wir hier so alleine und verloren um 12:30 Uhr in der Gegend rumstehen. Die Traktortour zur Tölpelkolonie kostet 14 NS$ pro Person. Nach einer wieder erlebnisreichen und ziemlich ungewöhnlichen Tour auf dem Anhänger des Spezialtraktors sind wir nach über 4 Stunden, davon 1 Stunde Besichtigungszeit für die Kolonie, auf unserem Campingplatz in Napier angekommen, 2 Kilometer vom Zentrum entfernt, also um 19:25 Uhr im Kennedy Holiday Park. Die Nähe zur Stadt reizt uns, noch einen Spaziergang an diesem warmen Abend bei über 20°C zu unternehmen und in der City ein Restaurant aufzusuchen. Wir haben Glück und sind zum ersten Mal in einem Lokal der Cobb&Co.-Kette und sind sehr zufrieden mit der Relation von Leistung und Preis bei hoher Qualität. Porterhouse Steak, Lammfleisch für Brigitte und Wein für 48 NS$. Brigitte:In Taupo buchen wir die Fähre zur Südinsel. Leider bekommen wir nur noch für den 25.11. abends 18 Uhr einen Platz. Ein oder zwei Tage früher wäre uns lieber. Mrs. Jenkins vom AA gibt uns die Telefonnummer vom Buchungsbüro und rät uns, mehrmals dort selbst nach einem früheren Termin nachzufragen. Wir werden also sehen. Bis auf einen kurzen Halt bei einem Wasserfall nahe der Straße fahren wir zuerst durch Buschland, dann durch kilometerlange, eintönig aufgeforstete Kiefernwälder, die von keinen Wegen durchzogen sind. Wenn hier Feuer ausbricht, ist es gleich um den ganzen Bestand geschehen, denn sog. Feuerschneisen gibt es nicht. Die Ernte des Holzes ist nur durch völligen Kahlschlag möglich, wie wir schon einige gesehen haben. Jetzt ist uns also der Grund für derartige Verwüstungen klar. Von guter Waldwirtschaft zeugt diese Anbaumethode aber nicht. Weiter geht die Fahrt auf gewundenen Straßen durch Bergland und dann endlich hinunter zum Meer.
Wir kommen früher als geplant in Napier an und fahren deshalb gleich
weiter zum Cape Kidnappers, um möglicherweise heute noch zur
Gannet Beach
Der Kennedy Park in Napier ist ein sehr schöner Platz in Nähe der Innenstadt. Wir schlendern über die Marine Parade und folgen dem Art Deco Rundweg (sehr schöne Häuser und Straßenzüge, die nach dem schweren Erdbeben von 1931 wieder im ursprünglichen Stil aufgebaut wurden. Diese Stadt hat daher ihre eigene Ausstrahlung. Nach einigem Suchen finden wir ein Cobb und Co., ein sog. Familienrestaurant, in dem wir sehr gut zu Abend essen. Zum ersten Mal seit 3 Wochen finde ich Lammfleisch auf der Speisekarte. Der Heimweg zum Campingplatz der Oberklasse (Top Ten) ist dann noch recht lang, aber nach dem reichlichen Essen tut ein Spaziergang gut. |
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