Reykjavík --> Hellissandur / SnæfellsnesSo. 30.07.1995
Island Tours:Halbinsel Snæfellsnes Wir beginnen die Rundreise mit der Umrundung des Hvalfjördurs bis hinzum fruchtbaren Landwirtschaftsgebiet des Borgarfjord-Distrikts, wo wiruns auf den Spuren der Saga von Egil bewegen. Die Umgegend ist für diezahlreichen grünen Täler und unzählige Lachsflüsse bekannt. Der OrtBorgarnes selbst steht für die Geschichtsträchtigkeit der Region. Über dasMyrar-Landwirtschaftsgebiet erreichen wir die Halbinsel Snæfellsnes, dievon dem berühmten Gletschervulkan Snæfellsjökull beherrscht wird. Durcheine interessante Lavalandschaft fahren wir entlang der Südküste, wo wirzwischen Arnastapi und Hellnar einen der schönsten Wanderwege derHalbinsel kennenlernen. Immer wieder entdecken wir auf unserem schmalenPfad zahlreiche Vogelfelsen, die steil ins Meer abfallen sowie bizarreLavaformationen, für die die Halbinsel bekannt ist. Hinzu kommt die Sicht,die bei klarem Wetter einfach überwältigend ist. Unser erlebnisreicher Tagendet in dem hübschen Fischerort Hellisandur. Hartmut:Unsere Unterkunft ist ein recht neues Hotel in der 3. Etage einesansonsten von sieben (7!) Zahnärzten belegten Hauses.Es gefällt uns gut hier. Unserer Reisegruppe gehören folgende Personen an: Reiseleiter: Fahrer: Teilnehmer: Mathias Graf mit Cornelia Schneider, Stäfa ZH CH. Anne Oelkers, Leipzig und Anke Tolle, Potsdam. Petra Zurbriggen, Raron CH und Anneliese Venetz, Stalden CH. Stephan Waldispühl (Waldi), Horgen CH und Stephan Mattmann, Beromünster CH. Brigitte:Nach einem reichhaltigen Frühstück nimmt uns unser Reiseleiter Gummi(Abkürzung seines für uns unaussprechlichen Vornamens Guðmundur)in Empfang.Unsere Reisegruppe besteht aus 8 jungen Schweizern, 2 jungenMädels aus den neuen Bundesländern (alle im Alter zwischen 20 und 32),dem isländischen Fahrer des 20-er Mercedes-Busses, dem ReykjavíkerGummi (28 Jahre) und uns beiden Alten. Auf der Fahrt nach Norden folgen wir der Küstenlinie und umrundendabei viele Buchten und Fjorde. Am Vormittag halten wir an einerTankstelle für eine Kaffeepause, mittags eine Stunde Pause in Borgarnesund nachmittags nochmals eine viertel Stunde Kaffeepause.In Borgarnes besichtigen wir zwei den kleinen Stadtgarten mit demDenkmal Sigurðsson Òlafur (isländischer Schriftsteller, geb. 1918)und steigen noch zur Dorfkirche auf den Hügel.Hier ist der aufkommende Sturm bereits so stark, daß wir uns kaumhalten können bzw. uns gegenseitig festhalten müssen.Am frühen Nachmittag unternehmen wir eine etwa 2-stündige Wanderungzum bzw. auf den Eldborg (Feuerberg),einem Vulkankrater, der einsam aus der flachen Küstenzone aufragtund der zuletzt zur Zeitder Besiedlung Islands Ende des 9. Jahrhunderts seine Lavabrockenin weitem Umkreis verstreut hat.Wir besteigen den etwa 25 bis 30 Meter hohen und steilen Kraterrandund klettern dabei auf lockerer und scharfer Lava ohne Weg bzw.Markierung herum.Der Wind hat im Laufe des Tages ständig zugenommen und so müssen wiruns oben am Kraterrand des Eldborg auf den Boden setzen bzw. legen,um nicht heruntergeweht zu werden. Beim Abstieg verletzt sichHartmut leicht die Haut an der linken Handwurzel.Da die Wolken jetzt ab und zu aufreißen, können wir diesen eindrucksvollenKrater im Sonnenschein fotografieren. Auf der Weiterfahrt auf dieHalbinsel Snæfellsnes sehen wir ein Phänomen, das selbst Gummiin dem Ausmaß noch nie gesehen hat: Die Wasserfälle entlang der Küstenbergefließen hier aufwärts. Der starke und stetige Wind vom Meer blästdas Wasser hoch in die Luft und mitunter erreicht kein Tropfen Wasserdie Erde. Auf der anderen Seite die vom Wind gepeitschten, sehr hohenWellen, die an der Steilküste von Arnarstapi in hohen Wasserfontänenin die Luft stieben. (Nach Hartmut's Schätzung herrscht Windstärke6 bis 8 und die Wellen erreichen mit 8 bis 10 Metern Haushöhe). Trotz des Sturmes wandern wir ca. 1 Stunde am Rand der vulkanischenSteilküste (Basalt) entlang von Arnarstapi bis Hellnar. Hartmut hatsich wegen des Regens entschlossen, die Kamera nicht mitzunehmen.Dies ist bedauerlich, denn die schwarzen, steilaufragenden Basaltfelsender Küste sind sehr eindrucksvoll und fotogen. Zumindest hätte manAndenkenfotos machen können, trotz des Nieselregens!Ich rutsche auf einem nassen Stein aus und verletze mich am Unterschenkelmit Hautabschürfungen (durch 2 Hosen hindurch) schmerzhaft.Unser Bus wartet in Hellnarzur Weiterfahrt. Aus dem Bus heraus ist das Tobender Natur draußen sehr schön und angenehm zu beobachten. Kurz vor 19 Uhr erreichen wir unser Gästehaus in Hellisandur. Hierwerden wir zweimal übernachten. Zum Abendessen gibt es eine guteSuppe, dann Reis mit Lamm-Ragout mit Gemüsesalat, zum Schluß Kaffee.Wir sitzen noch ein wenig im Eßraum, einige spielen Karten und wirschauen uns das Programm von morgen an. Heute gesehene Pflanzen:
und Vögel:
|
Copyright © 1998 Hartmut Spahr. Alle Rechte für Texte und Fotos vorbehalten.